Fachtagung 2017

Digitalisierung in der Weiterbildung - Innovative Konzepte aus der Praxis!

 

Einrichtungen der Erwachsenenbildung stehen im Zuge der Digitalisierung vor der Herausforderung, sowohl ihre internen als auch externen Lernprozesse den Anforderungen des digitalen Raumes entsprechend zu gestalten. Gleichzeitig erfordern diese Veränderungen auch Anpassungen auf der organisationalen Ebene eines Unternehmens. Dazu zählen Fragen wie: Wie geht die Organisation mit den Anforderungen der Digitalisierung intern um? Welche digitalen Kompetenzen braucht das Bildungspersonal (Trainer/-innen, Dozierende, Lehrende)? Wie wird das umgesetzt? Mit welchen Anreizstrukturen gelingt es Mitarbeitende und Führungskräfte für das Thema „digitales Lernen“ zu motivieren und einzubinden? Wie gestaltet die Organisation eine „neue“ Lernkultur, in der Lehrende die Rolle der Lernbegleitung übernehmen?

Mit unserer Fachtagung wollen wir die Erwachsenenbildung in dem Mittelpunkt der Diskussion stellen, den unterschiedlichen Umsetzungsständen in Bildungseinrichtungen Rechnung tragen und eine Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Politik, Bildung und Wirtschaft bieten.

Thema 1: Innovative Lehr-Lernkonzepte

Input 1: Andrea Mohoric + Claudia Ruhland

Andrea Mohoric

Projektkoordinatorin – fbb Forschungsinstitut Betriebliche Bildung

 

Wo sehen Sie Chancen der Digitalisierung für die Weiterbildung?

Teilqualifikationen sind die Lösung, damit un- und angelernte Mitarbeiter/-innen in Zukunft bei weitreichenderen Aufgaben eingesetzt werden und sie diese Arbeiten selbstständig und eigenverantwortlich umsetzen können. Digitales Lernen ermöglicht dabei die Teilqualifizierung im Betrieb umzusetzen.

Für die Zielgruppe der Geringqualifizierten ist entscheidend, dass digitale Lernaufgaben handlungsorientiert sind, dass sie aktivierend, motivierend sind und praktisches Tun beinhalten. Vielfältige digitale Lernwerkzeuge ermöglichen Spaß und Kreativität beim Lernen. Für das Ausbildungspersonal ist der Umgang mit digitalen Medien und die eigene Rolle als Lernbegleitung wichtig.

Kontakt Andrea Mohoric: , Xing

 

 

Claudia Ruhland

Wissenschaftliche Mitarbeiterin – fbb Forschungsinstitut Betriebliche Bildung

 

Wo sehen Sie Chancen der Digitalisierung für die Weiterbildung?

Ich sehe den Vorteil digitaler Medien in ihrem kreativem Potenzial für Lernende. Von der staubigen Tradition des Schulbuches befreit, können sie die Welt aus eigener Sicht mit digitalen Medien darstellen, analysieren und reflektieren. In einem Lernsetting, das dieses kreative Potenzial zulässt, werden einst Bildungsferne selbst zu Akteuren in ihrer Lern- und Lebenswelt. Beim selbstgesteuerten Lernen kann ich die Lernform auswählen, welche am besten zu meinen Lernzielen passt. Durch die digitalen Möglichkeiten kann ich meine Lernprozesse stärker an meine persönlichen und beruflichen Bedarfe anpassen und steuern.

Kontakt Claudia Ruhland: LinkedIn, Twitter

 

 

Best Practice: „Mit digitalen Medien zum Aufstieg durch Abschluss (MeWA)“

„Mit digitalen Medien zum Aufstieg durch Abschluss (MeWA)“ ist ein innovatives Blended-Learning-Konzept, um geringqualifizierte Beschäftigte (Ü25) mit einer online-gestützten Teilqualifizierung zum schrittweisen Erwerb eines Berufsabschlusses zu motivieren. Die Zielgruppe ist häufig aufgrund negativer Lernerfahrungen und Abneigungen gegenüber verschulter Weiterbildungspraxis gehemmt und präferiert informelle Lernsettings, also arbeitsplatznahes Lernen durch Beobachten, Ausprobieren und Anlernen. Um Hemmnisse zu überwinden, werden durch digitale Medien neue Anreize und Zugänge zum Lernen geschaffen.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.

Input 2: Johannes Simon

Johannes Simon

Pädagogischer Mitarbeiter – IBB Institut für Berufliche Bildung AG

Johannes Simon ist pädagogischer Mitarbeiter beim IBB. Er ist verantwortlich für Schulungen/Trainings, Lehrcoachings, Hospitationen und Feedbackgespräche. Außerdem verfügt er über praxisorientierte Contentanalyse und -produktion sowie in der Konzeption von Blended Learning-Angeboten im Bereich des e-Learnings.

Wo sehen Sie Chancen der Digitalisierung für die Weiterbildung?

Die Digitalisierung der Weiterbildung ermöglicht individualisiertes Lernen für die Lerner. Sie bietet eine Fülle an „digitalem (asynchronen) Basiswissen", auf dem in Vorort-Veranstaltungen oder im virtuellen Klassenzimmer spezifisches bzw. adressatengerechtes Handlungswissen aufgebaut werden kann (Schlagwort: Blended Learning-Modelle). In den Alltag eingebettete Lernsysteme ermöglichen zudem problembasiertes On-Demand-Lernen. Der Qualitätsschlüssel liegt dabei allerdings immer in einer gut durchdachten Didaktik!

Kontakt Johannes Simon: Xing

Kontakt IBB Institut für Berufliche Bildung AG: Xing, YouTube, Facebook, Twitter

Best Practice: Virtuelle Online Akademie VIONA®

Mit VIONA® hat das IBB eine individuelle und multimediale Lernwelt geschaffen, in der durch eine virtuelle und interaktive Didaktik und Methodik die Wissensvermittlung in Live-Unterricht und mit unterstützenden Materialien mit einer Wissensvertiefung durch die Lernenden verwoben wird. Die Besonderheit besteht darin, dass Teilnehmer und Dozenten ortsunabhängig am Computer lernen können. Die Wissensvermittlung findet dabei in virtuellem Live-Unterricht statt. Die virtuellen Räume und das darin stattfindende Lehren und Lernen wurden von Pädagogen und Psychologen konzipiert und didaktisch durchdacht.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.

Thema 2: Innovative Ansätze in der Organisationsentwicklung

Input 3: Joachim Sucker

Joachim Sucker

Selbständiger Innovationsbegleiter und Zukunftssammler

 

 

Joachim Sucker ist seit 30 Jahren in der Erwachsenenbildung tätig – Initiator großer Online-Kurse (vhsMOOC, ichMOOC, Leuchtfeuer 4.0), offener Angebote wie die Blogwerkstatt und diverser Online-Fachgruppen mit dem Schwerpunkt Digitalisierung der Erwachsenenbildung. Er konzipiert Workshops und Teamentwicklungsprozesse im digitalen Klimawandel, ist Keynote-Speaker, Blogger und seit 2 Jahren selbstständiger Innovationsbegleiter und Zukunftssammler.

Wo sehen Sie Chancen der Digitalisierung für die Weiterbildung?

In der Zusammenführung von neuen Lernräumen in der Präsenz. Digitale Bürgerzentren vereinen unterschiedliche Netzwerke und ermöglichen so regionale Bildung über abgeschottete Lerngruppen hinaus. Die Koppelung mit Online-Angeboten ermöglicht, unsinnige kommunale Grenzen aufzulösen und dem Lernenden die gesamte Palette von Erwachsenenbildung anzubieten. Das beinhaltet alle Möglichkeiten der digitalen Unterstützung.

Kontakt Joachim Sucker: XingTwitter, FacebookGoogle+

Impulsvortrag: Brauchen Bildungseinrichtungen eine/n Digitalverantwortliche/n?

 

 

 

Input 4: Elena Herzen

Elena Herzen

Bereichsleiterin für Kooperationen – IBB Institut für Berufliche Bildung AG

 

 

Als Bereichsleitung für Kooperationen leitet Elena Herzen am IBB von Hamburg aus vielfältige Kooperationsvorhaben rund um die Virtuelle Online Akademie VIONA®. Dabei betreut sie mit ihrem Team von 30 Personen das Angebot von über 400 Schulungslösungen an 150 Partnerstandorten in ganz Deutschland. Darüber hinaus entwickelt sie als Projektmanagerin ein akademisches Angebot am IBB durch die Einführung des deutschlandweit ersten virtuellen Online-Präsenzstudiengangs in Informatik sowie das Dienstleistungsangebot VICTOR® für die Realisierung eigener virtueller Bildungsszenarien von Partnern.

Wo sehen Sie Chancen der Digitalisierung für die Weiterbildung?

Als größte Chancen für die Digitalisierung in der Weiterbildung sehe ich die Möglichkeit, Bildungsangebote häufiger und mit größeren Teilnehmerzahlen anzubieten. Insbesondere kleinere Bildungsträger sichern durch digitale Angebote ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die Weiterbildung bereitet durch Digitalisierung auch die Weiterbildenden auf die Anforderungen des Arbeitsmarkts 4.0 vor und vermittelt digitale Kompetenzen.

Kontakt IBB Institut für Berufliche Bildung AG: Facebook, Twitter, Xing, YouTube

Best Practice: Virtuelle Online Akademie VIONA®

Mit VIONA® hat das IBB eine individuelle und multimediale Lernwelt geschaffen, in der durch eine virtuelle und interaktive Didaktik und Methodik die Wissensvermittlung in Live-Unterricht und mit unterstützenden Materialien mit einer Wissensvertiefung durch die Lernenden verwoben wird. Die Besonderheit besteht darin, dass Teilnehmer und Dozenten ortsunabhängig am Computer lernen können. Die Wissensvermittlung findet dabei in virtuellem Live-Unterricht statt. Die virtuellen Räume und das darin stattfindende Lehren und Lernen wurden von Pädagogen und Psychologen konzipiert und didaktisch durchdacht.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.

Output: Bewegte Impulse zum Lernen im Erleben

Nicola Cordes + Andreas Stark

Andreas Stark

Geschäftsführer – EOS Erlebnispädagogik Berlin

&

   

Nicola Cordes

Unternehmenskommunikation – EOS Erlebnispädagogik Berlin

Wo sehen Sie die Chancen der Erlebnispädagogik für die Weiterbildung?

Erlebnispädagogik in der Weiterbildung fördert das Abenteuer der eigenen Ressourcen außerhalb der Komfortzone. Im gemeinsamen Erleben werden Kommunikation, Vertrauen und Teamgeist jenseits der Bildschirme auf spielerische Weise aufgebaut und gestärkt – Lernen in Bewegung.

Kontakt EOS Erlebnispädagogik Berlin: Facebook        

Zielstellung

Die Fachtagung hat das Ziel, einen praxisnahen Austausch zwischen den Teilnehmenden zu fördern und anhand innovativer Konzepte und Umsetzungsbeispiele Erfahrungen in Einrichtungen der Erwachsenenbildung zu sammeln und zu reflektieren.

Veranstaltungsdesign

Methode

Für einen praxisnahen Austausch werden den Teilnehmenden der Fachtagung in Kurzinputs innovative Konzepte und Umsetzungsbeispiele aus Weiterbildungseinrichtungen vorgestellt, die sich bereits mit einem der beiden Schwerpunktthemen beschäftigen. Am Nachmittag werden die aufgeworfenen Fragestellungen in bergWERKen diskutiert: Die Teilnehmenden voten für Themen, mit denen sie sich intensiver beschäftigen wollen. In den bergWERKen werden dann gemeinsam Lösungen erarbeitet und Wissen geborgen. Die Inhalte der bergWERKE werden also durch die Teilnehmenden bestimmt und gewichtet, die Ergebnisse im Anschluss im Plenum ausgestellt und in Communities of Practice transferiert.

Zielgruppe

Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Erwachsenenbildung und Weiterbildung sowie Akteure aus Politik und Wirtschaft.

 

Wenn Sie auf Ihren Social Media Kanälen über die Veranstaltung berichten, nutzen Sie bitte folgende Hashtags:

#weitergelernt #bergWERK

Die Einladung zur Fachtagung steht hier zum Download bereit.

Informationen zum Veranstaltungsort: Colonia Nova